Poradnik
Blähtonbeton oder Normalbeton? Wann sich Leichtbeton lohnt
Blähtonbeton ist ein Beton, bei dem die natürliche Gesteinskörnung durch Blähton ersetzt wurde — ein Granulat aus gebranntem Ton. Dieser eine Austausch verändert drei Kennwerte zugleich: das Gewicht, die Wärmedämmung und die Wasseraufnahme. Nachfolgend der Vergleich mit Normalbeton dort, wo der Unterschied praktische Bedeutung hat.
Gewicht — Transport und Kran
Ein Element aus Blähtonbeton ist deutlich leichter als sein Gegenstück aus Normalbeton. Auf einen Lkw passen mehr Meter Wand, und auf der Baustelle genügt ein kleinerer Kran. Beim Einfamilienhaus kann das darüber entscheiden, ob sich die Montage von einem einzigen Kranstandplatz aus durchführen lässt.
Dämmwirkung — die Dicke des Bauteils
Blähton schließt Luft in seiner Struktur ein, daher leitet eine Wand aus Blähtonbeton Wärme schlechter als eine Stahlbetonwand. Unsere Wandaufbauten erreichen je nach Schichtfolge U-Werte von 0,117–0,185 W/(m²·K) — mit Reserve unterhalb des Grenzwerts der WT 2021. Die Einzelheiten haben wir auf der Seite zum Blähtonbeton zusammengestellt.
Festigkeit — wo die Grenzen liegen
Konstruktiven Blähtonbeton setzen wir in den Klassen LC12/13 bis LC20/22 ein. Das genügt für tragende Wände im Wohnungsbau, auch bei Mehrfamilienhäusern. Wo die Berechnung mehr verlangt — Decken, Träger, Stützen, Balkone —, verwenden wir Normalbeton bis C35/45. In einem Gebäude arbeiten beide Materialien nebeneinander, und das ist der typische Fall, nicht die Ausnahme.
Umwelt — die EPD
Den CO₂-Fußabdruck unserer Produkte beschreiben die verifizierten Umweltdeklarationen ITB-EPD 561 und 562 — die Dokumente zum Download und eine Erläuterung finden Sie auf der Seite zur Nachhaltigkeit.
Wenn Sie überlegen, welches Material zu Ihrem Projekt passt, senden Sie die Unterlagen über das Angebotsformular — die Materialwahl ist Teil des Angebots, keine Zusatzleistung.