
ProdukteSichtbeton
Sichtbeton die im Entwurf definierte Oberfläche
Was ist Sichtbeton?
Als Sichtbeton gilt Beton, der bereits in der Entwurfsphase bewusst im Hinblick auf das Erscheinungsbild der Oberfläche geplant und definiert wird. Seine Ästhetik — Struktur, Farbgebung und Einheitlichkeit — prägt den visuellen Charakter des Gebäudes entscheidend.
In Polen fehlen nach wie vor einheitliche Richtlinien, was zu auseinanderlaufenden Erwartungen an Optik und Qualität der Oberfläche führt. Deshalb beschreiben wir die Anforderungen in Kategorien: Es ist klar, wie viele Poren die Oberfläche haben darf, welche Farbunterschiede zulässig sind und wann ein Musterelement anzufertigen ist.
Die Anforderungen gelten für schalungsgeformten Beton, der die Struktur der Schalung abbildet. Sie beziehen sich nicht auf Oberflächen, die während des Abbindens der Mischung geformt werden, etwa durch Glätten, oder die nach dem Erhärten bearbeitet werden.
Gebräuchlich sind auch die Begriffe Architekturbeton und Fassadenbeton — sie beschreiben dieselbe Klasse von Produkten mit definiertem Erscheinungsbild der Oberfläche.


Was das Erscheinungsbild der Oberfläche bestimmt
Die Art der Schalung bestimmt unmittelbar die Struktur des Elements und ist einer der wichtigsten Qualitätsfaktoren von Sichtbeton.
- Kategorien
- BA1, BA2, BA3
- Strukturklassen
- F1, F2, F3
- Porigkeitsklassen
- P1, P2, P3
- Farbgleichmäßigkeit
- RZ1, RZ2, RZ3
- Schalungskategorien
- KD1, KD2, KD3
- Kontrollfläche für Poren
- 500 × 500 mm, Poren mit 2–15 mm Durchmesser
- Kanten
- Mit Dreikantleiste gefast oder scharfkantig (Radius ca. 3 mm)
- Schalung
- Matrizen-, Holz- oder Stahlschalung — je nach gewünschter Struktur
- Ein Musterelement wird für die Kategorie BA2 empfohlen und ist für BA3 vorgeschrieben.
- Raue und strukturierte Oberflächen neigen weniger dazu, Ungleichmäßigkeiten der Färbung sichtbar werden zu lassen.
- Bei saugender Schalung wird die zulässige Porenfläche auf einem anderen Niveau angesetzt als in der Tabelle angegeben.
Kategorien von Sichtbeton
Die Kategorie beschreibt das komplette Paket der Anforderungen an die Oberfläche. Je höher sie ist, desto strenger sind die Kriterien für Struktur, Porigkeit und Farbgleichmäßigkeit — und desto höher die Ausführungskosten.
| Kategorie | Struktur | Porigkeit | Gleichmäßigkeit | Musterelement | Schalung | Kosten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BA1 — geringe Anforderungen | F1 | P1 | RZ1 | Freie Wahl | KD1 | Niedrig |
| BA2 — mittlere Anforderungen | F2 | P2 | RZ2 | Empfohlen | KD2 | Mittel |
| BA3 — hohe Anforderungen | F3 | P3 | RZ3 | Vorgeschrieben | KD3 | Hoch |
Was die Klassen P1–P3 bedeuten
Die Porigkeit wird als Gesamtfläche der Poren mit einem Durchmesser von 2 bis 15 mm auf der Standard-Kontrollfläche von 500 × 500 mm gemessen.
P1
Maximale Porenfläche ca. 3000 mm². Entspricht der Kategorie BA1 — Elemente mit geringen optischen Anforderungen.
P2
Maximale Porenfläche ca. 2350 mm². Entspricht der Kategorie BA2 — typische Fassaden und sichtbar bleibende Wände.
P3
Maximale Porenfläche ca. 1600 mm². Entspricht der Kategorie BA3 — repräsentative Elemente mit höchsten Anforderungen.
Musterelement
Eine vor der Produktion abgestimmte Musterfläche, die als Referenz bei der Abnahme der Elemente dient.
Wovon der Preis von Betonfertigteilen abhängt
Betonfertigteile werden nicht nach einer Preisliste pro Meter kalkuliert — jedes Element wird für ein konkretes Bauvorhaben geplant, und der Unterschied zwischen zwei Projekten mit derselben Fläche kann mehrere Dutzend Prozent betragen. Statt eines Einheitspreises nennen wir deshalb die Faktoren, die den Betrag im Angebot tatsächlich bestimmen.
Das Angebot erstellen wir im Schnitt innerhalb einer Woche nach Eingang der vollständigen Unterlagen: bemaßter Grundrisse, Schnitte und Ansichten sowie des Standorts mit Postleitzahl. Es umfasst Produktion, Transport und Montage — jede Position weisen wir separat aus, sodass sichtbar wird, wo sich Einsparpotenziale finden lassen.
- Wiederholung der Elemente
- Die größte Einzelvariable. Dasselbe Element in Serie ist deutlich günstiger als ein Einzelstück, weil sich Form und Arbeitsvorbereitung auf viele Betonagen verteilen. Ein Entwurf mit wenigen wiederkehrenden Typen kommt günstiger als einer mit Dutzenden Unikaten.
- Betonklasse und Bewehrung
- Eine höhere Klasse bedeutet mehr Zement, höhere Lasten bedeuten mehr Stahl. Eine Auslegung auf die tatsächlichen Lasten — statt mit Reserve — kann die Kosten senken, ohne der Konstruktion zu schaden.
- Oberflächenausführung
- Die schalglatte Oberfläche aus der Form ist Standard. Matrizenstruktur, Absäuern oder Sichtbeton der Kategorie BA2 oder BA3 erfordern zusätzliche Schalung und strengere Vorgaben — das zeigt sich im Preis.
- Werkseitige Ausstattung
- Einbetonierte Dosen, Leerrohre, Öffnungen und Konsolen erhöhen den Elementpreis, ersparen aber das Schlitzen und Setzen auf der Baustelle. Bei größeren Serien ist das meist günstiger als die Arbeit vor Ort.
- Transport und Abmessungen
- Der Preis hängt von der Entfernung und der Zahl der Fahrten ab. Elemente bis 3,85 × 9,00 m fahren im Standardzug; größere erfordern einen Schwertransport mit Begleitfahrzeug und Genehmigungen, was die Kalkulation deutlich verändert.
- Termin und Saison
- Die Produktion läuft parallel zu den Erdarbeiten, eine frühe Bestellung schafft also Spielraum im Terminplan. Erzwungene Termine und Lieferungen von heute auf morgen kosten immer mehr.
Wir stellen die passenden Elemente für Ihr Projekt zusammen
Senden Sie uns bemaßte Grundrisse, Schnitte und Ansichten — wir erstellen die Elementauswahl, die Aufstellung und das Angebot. Die Erstellung des Angebots dauert im Schnitt etwa eine Woche.